Arztstellen im MVZ besetzen: was sich vom Krankenhaus unterscheidet
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Keine Dienste wie im Krankenhaus und geregelte Arbeitszeiten – damit punktet ein MVZ bei Ärzten. Der Knackpunkt bei der Suche ist nach unserer Erfahrung ein anderer – das Geld.
Was unterscheidet die Rekrutierung von Ärzten für ein MVZ von der Suche für ein Krankenhaus? Eigentlich nicht viel. Hier gibt es eher zusätzliche Vorteile, die die Suche nach Ärzten für das MVZ erleichtern.
Was das MVZ Ärzten bietet
Welche Vorteile sind das? Zum Beispiel, dass man im MVZ keine Dienste wie im Krankenhaus machen muss. Das bedeutet geregelte Arbeitszeiten und damit eine bessere Lebensqualität. Ein Arzt kann die Zeit mit seiner Familie, seinen Urlaub oder seine Hobbys besser planen.
Zum Vergleich: Vollzeit-Ärzte im Krankenhaus arbeiten laut MB-Monitor des Marburger Bundes im Durchschnitt rund 55 Stunden pro Woche.
Wen MVZ suchen: erfahrene Fachärzte
In der Regel möchte ein MVZ einen qualifizierten Arzt, der gute Arbeit leistet. Ein qualifizierter Arzt ist meistens ein Oberarzt mit mindestens fünf oder mehr Jahren Berufserfahrung. Im optimalen Fall wünscht sich das MVZ einen Kollegen, der entsprechende berufliche Erfahrung aus dem ambulanten Bereich mitbringt und sich an den Irrsinn der ambulanten kassenärztlichen Versorgung nicht mehr gewöhnen muss – ein Punkt, den viele Ärzte aus dem klinischen Bereich unterschätzen.
Das Geld: der Knackpunkt
Und hier beginnt die entscheidende finanzielle Diskrepanz. Warum? Weil ein solcher Oberarzt im Krankenhaus nicht nur ein festes Grundgehalt bekommt, sondern auch Dienstvergütungen und variable Anteile – sein Gehalt ist dementsprechend hoch.
Das MVZ sagt dann aber: „Sie müssen ja keine Dienste machen, Sie haben mehr Freizeit – also seien Sie bereit, weniger zu verdienen.“ Nach unserer Erfahrung kann das Gehalt ohne Dienste um 25% niedriger ausfallen.
Was ein Oberarzt im Krankenhaus nach Tarif verdient, steht in unserem Artikel zum Oberarztgehalt.
Warum Ärzte nicht auf 25% verzichten wollen
Damit sind die meisten Ärzte nicht einverstanden. Auch deshalb nicht, weil sie sich in den letzten Jahren an ein regelmäßiges Einkommen gewöhnt haben und ihr Leben danach geplant ist. Sie rechnen mit diesem Geld, weil sie zum Beispiel eine Immobilie gekauft haben, eine zweite als Investition für die Altersvorsorge, und für ihre Kinder eine Privatschule zahlen. Und dann heißt es: „Seien Sie bereit, 25% weniger zu verdienen.“ Dazu sind sie nicht bereit und das ist verständlich.
Am Ende: ein Schritt aufeinander zu
Das Geld, das Gehalt, ist bei der Suche nach einem Arzt für ein MVZ aus unserer Sicht der größte Knackpunkt, wenn man eine gemeinsame Basis finden muss. Und in der Regel bieten MVZ dann doch etwas mehr Gehalt, um einen guten Arzt zu gewinnen, sonst wird es schwierig.
Den Spielraum dafür haben MVZ: Laut Virchowbund gibt es für ambulant angestellte Fachärzte „keinen Tarifvertrag mit einem fixierten Gehalt“. Das Gehalt im MVZ lässt sich also verhandeln.
Wie wir arbeiten
Wenn Sie einen Arzt für Ihr MVZ suchen: Die Gehaltsfrage klären wir im Voraus – noch vor dem Vorstellungsgespräch. So wissen beide Seiten von Anfang an, worüber sie verhandeln.
Apoli arbeitet ergebnisorientiert. D.h. Ihnen entstehen keine unerwarteten Kosten im Voraus.
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FAQ
Was unterscheidet die Rekrutierung von Ärzten im MVZ vom Krankenhaus? Eigentlich nicht viel. Das MVZ hat sogar einen Vorteil: keine Dienste wie im Krankenhaus und geregelte Arbeitszeiten. Der größte Knackpunkt ist nach unserer Erfahrung das Geld: Ein Arzt aus dem Krankenhaus ist an ein höheres Einkommen gewöhnt.
Welche Vorteile hat ein MVZ für Ärzte? Keine Dienste wie im Krankenhaus und geregelte Arbeitszeiten – mehr Zeit für Familie, Urlaub und Hobbys. Zum Vergleich: Vollzeit-Ärzte im Krankenhaus arbeiten laut MB-Monitor im Durchschnitt rund 55 Stunden pro Woche, inklusive aller Dienste und Überstunden.
Verdient ein Arzt im MVZ weniger als im Krankenhaus? Oft ja. Im Krankenhaus werden Dienste zusätzlich vergütet – nach TV-Ärzte/VKA nach einer eigenen Tabelle. Ohne sie kann das Gehalt nach unserer Erfahrung um 25% niedriger ausfallen. Für ambulant angestellte Fachärzte gibt es laut Virchowbund keinen Tarifvertrag – das Gehalt lässt sich also verhandeln.
Warum ist es schwer, erfahrene Oberärzte für ein MVZ zu gewinnen? Nach unserer Erfahrung wegen des Geldes. Ein erfahrener Oberarzt hat sich in den letzten Jahren an ein regelmäßiges Einkommen gewöhnt und sein Leben danach geplant: Immobilie, Altersvorsorge, Privatschule für die Kinder. 25% weniger zu verdienen – dazu ist er nicht bereit.
Wie können MVZ trotzdem Ärzte gewinnen? Nach unserer Erfahrung bieten MVZ am Ende in der Regel etwas mehr Gehalt, um einen guten Arzt zu gewinnen. Das ist möglich: Für ambulant angestellte Fachärzte gibt es laut Virchowbund keinen Tarifvertrag – das Gehalt lässt sich also verhandeln.
Ihr qualifizierter Karriereberater
Igor Naumann
Spricht täglich mit Ärztinnen und Ärzten, Chefärzten, Personalleitungen und Geschäftsführungen. Vermittelt Fachärztinnen, Oberärzte und Leitende Oberärzte an Kliniken, MVZ und Praxen in Deutschland und Österreich.